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30.10.2026

Wünsche-, Ideen- und Sorgen-Briefkasten

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Katastrophenschutz beginnt zu Hause!

Gut vorbereitet für den Ernstfall – Katastrophenschutz beginnt zu Hause!

Das Deutsche Rote Kreuz eröffnet Deutschlands größtes Bevölkerungsschutzzentrum. Der Seniorenbeirat Schönberg informiert, wie wir uns selbst auf außergewöhnliche Situationen vorbereiten können.

Was geschieht, wenn plötzlich der Strom ausfällt, kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt, Supermärkte geschlossen bleiben oder Straßen durch ein Unwetter unpassierbar werden?

Solche Situationen können unseren gewohnten Alltag innerhalb kürzester Zeit verändern. Gerade ältere Menschen, Pflegebedürftige und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sind dann auf eine gute Vorbereitung angewiesen.

Der Seniorenbeirat Schönberg möchte deshalb alle Seniorinnen und Senioren, aber selbstverständlich auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger, dazu ermutigen, sich rechtzeitig mit der persönlichen Krisenvorsorge zu beschäftigen.

Das Deutsche Rote Kreuz geht mit gutem Beispiel voran

Am 29. Oktober 2026 hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im brandenburgischen Luckenwalde das größte und modernste Bevölkerungsschutzzentrum Deutschlands eröffnet.

Auf einer Fläche von rund 34.000 Quadratmetern werden unter anderem Hilfsgüter, Fahrzeuge, medizinische Ausrüstung, Notunterkünfte und weitere Materialien für Katastropheneinsätze bereitgehalten.

Eine besondere Rolle spielt ein mobiles Betreuungssystem, mit dem in einer größeren Krisensituation bis zu 5.000 Menschen vorübergehend untergebracht und versorgt werden können.

Das neue Zentrum soll dazu beitragen, bei Naturkatastrophen, größeren Stromausfällen, Evakuierungen und anderen außergewöhnlichen Ereignissen schneller helfen zu können.

Diese wichtige Initiative zeigt: Katastrophenschutz beginnt lange bevor eine Katastrophe eintritt.

Was bedeutet das für uns in Schönberg

Auch in unserer Gemeinde können außergewöhnliche Situationen entstehen: schwere Herbst- und Winterstürme, Hochwasser, längere Stromausfälle oder Unterbrechungen der Trinkwasserversorgung.

Nicht jede solche Situation ist gleich ein Katastrophenfall. Trotzdem ist es sinnvoll, vorbereitet zu sein.

Denn wenn Strom, Internet oder Einkaufsmöglichkeiten vorübergehend ausfallen, kann ein gut angelegter Vorrat eine große Erleichterung sein.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, sich möglichst zehn Tage lang selbst versorgen zu können. Wer zunächst nur einen Vorrat für drei Tage anlegen kann, hat damit bereits einen wichtigen Anfang gemacht.

Unsere Empfehlung: Ein Grundvorrat für zehn Tage

Sie müssen keine großen Mengen auf einmal einkaufen. Bauen Sie Ihren Vorrat nach und nach auf und wählen Sie möglichst Lebensmittel, die Sie auch im Alltag gerne essen.

Wichtig ist, dass die Lebensmittel lange haltbar sind, möglichst keine Kühlung benötigen und teilweise auch ohne Strom oder Herd verzehrt werden können.

Einkaufsliste für eine Person – zehn Tage

Getränke

  • 20 Liter Trinkwasser beziehungsweise geeignete Getränke, davon ausreichend Wasser zum Trinken und Zubereiten von Speisen

Haltbare Lebensmittel – Beispielauswahl

  • 2 Packungen Knäckebrot oder haltbares Brot
  • 1 kg Haferflocken oder Müsli
  • 1 kg Reis, Nudeln oder Couscous
  • 6–8 Dosen Gemüse und Hülsenfrüchte
  • 4–6 Dosen Obst oder Fruchtmus
  • 4–6 Dosen Fertiggerichte, Suppen oder Eintöpfe
  • 4 Dosen Fisch, Fleisch oder pflanzliche Eiweißprodukte
  • 1–2 Packungen haltbare Milch oder Pflanzendrinks
  • Nüsse, Trockenfrüchte und Müsliriegel
  • Brotaufstriche, beispielsweise Marmelade oder Nussmus
  • Speiseöl, Salz, Zucker und andere benötigte Grundzutaten
  • Kaffee, Tee und persönliche Lieblingslebensmittel

Wichtig: Dies ist eine beispielhafte Einkaufshilfe und keine exakt berechnete Vollverpflegung. Passen Sie Mengen und Lebensmittel an Ihren täglichen Energiebedarf, Ihre Ernährungsweise und mögliche Erkrankungen an. Prüfen Sie insbesondere, welche Speisen ohne Kochmöglichkeit verzehrt werden können.

Was außerdem in keinem Haushalt fehlen sollte

Licht, Informationen und Kommunikation

  • Taschenlampen oder LED-Leuchten
  • Ersatzbatterien
  • Batteriebetriebenes oder mit Kurbel betriebenes Radio
  • Aufgeladene Powerbank für das Mobiltelefon
  • Wichtige Telefonnummern auf Papier
  • Warn-App NINA auf dem Smartphone

Gesundheit und Hygiene

  • Persönlich benötigte Medikamente in ausreichender Menge
  • Verbandskasten und Erste-Hilfe-Material
  • Seife, Zahnpasta und Toilettenpapier
  • Feuchttücher und Desinfektionsmittel
  • Erforderliche Hygiene- und Pflegeartikel
  • Ersatzbatterien für Hörgeräte und andere Hilfsmittel

Wichtige Unterlagen und weitere Hilfsmittel

  • Bargeld in kleiner Stückelung
  • Kopien wichtiger Dokumente
  • Liste der regelmäßig eingenommenen Medikamente
  • Warme Decken und wetterfeste Kleidung
  • Manueller Dosenöffner
  • Gegebenenfalls eine geeignete, sicher nutzbare Kochmöglichkeit

Campingkocher und Grills dürfen wegen der Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftungen und Bränden nicht in geschlossenen Räumen betrieben werden.

Besonders wichtig für ältere Menschen

Wer regelmäßig Medikamente benötigt, sollte frühzeitig mit der Apotheke oder der behandelnden Arztpraxis besprechen, wie die Versorgung bei einer längeren Unterbrechung sichergestellt werden kann.

Menschen, die auf elektrisch betriebene medizinische Geräte angewiesen sind, benötigen einen individuellen Notfallplan. Dazu gehören gegebenenfalls eine Ersatzstromversorgung und die Abstimmung mit dem medizinischen Versorger.

Auch alleinlebende Seniorinnen und Senioren sollten rechtzeitig mit Angehörigen, Freunden oder Nachbarn vereinbaren, wie man sich bei einem längeren Strom- oder Kommunikationsausfall gegenseitig unterstützen kann.

Eine funktionierende Nachbarschaft kann im Ernstfall genauso wertvoll sein wie ein gut gefüllter Vorratsschrank.

Keine Panik – sondern vernünftige Vorsorge!

Der Seniorenbeirat Schönberg möchte ausdrücklich keine Ängste schüren und auch nicht zu Hamsterkäufen aufrufen.

Es geht vielmehr darum, mit überschaubarem Aufwand Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen.

Wer beim regelmäßigen Einkauf einige haltbare Lebensmittel zusätzlich mitnimmt, Trinkwasser bevorratet und seine wichtigsten Unterlagen griffbereit hält, hat bereits viel erreicht.

Prüfen Sie regelmäßig die Haltbarkeit Ihrer Lebensmittel und verbrauchen Sie ältere Vorräte im normalen Alltag. So entstehen möglichst wenig zusätzliche Kosten und keine unnötigen Lebensmittelabfälle.

Unser Appell an alle Bürgerinnen und Bürger

Warten Sie nicht, bis eine außergewöhnliche Situation eintritt. Beginnen Sie rechtzeitig mit Ihrer persönlichen Vorsorge!

Das neue Bevölkerungsschutzzentrum des Deutschen Roten Kreuzes in Luckenwalde zeigt, wie wichtig gute Vorbereitung auf staatlicher und ehrenamtlicher Ebene ist.

Auch wir selbst können einen Beitrag leisten – für unsere eigene Sicherheit, für unsere Familien und für unsere Nachbarschaft.

Denn Vorsorge bedeutet nicht, Angst vor der Zukunft zu haben. Vorsorge bedeutet, im Ernstfall vorbereitet zu sein.

Ihr Seniorenbeirat Schönberg


Weiterführende Informationen:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe – Essen und Trinken bevorraten

BBK – Offizielle Checklisten zur Krisenvorsorge

Tagesschau – DRK eröffnet Bevölkerungsschutzzentrum in Luckenwalde


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