
Ein länger andauernder Stromausfall kann unseren Alltag erheblich verändern. Licht, Heizung, Kühlschrank, Telefon, Internet, Geldautomaten und Kartenzahlung können ausfallen. Unter Umständen können auch Wasserversorgung und Mobilfunk beeinträchtigt sein.
Der Seniorenbeirat Schönberg möchte deshalb insbesondere Seniorinnen und Senioren dazu ermuntern, sich rechtzeitig und ohne Angst mit dem Thema Vorsorge zu beschäftigen. Schon einige einfache Vorbereitungen können helfen, mehrere Tage zu Hause besser zu überstehen.
Das sollte zu Hause vorhanden sein
Für einen Zeitraum von mindestens einer Woche sollte jeder Haushalt – angepasst an die Zahl der dort lebenden Personen – an folgende Dinge denken:
- Trinkwasser: etwa 2 Liter pro Person und Tag
- Haltbare Lebensmittel: zum Beispiel Konserven, Knäckebrot, Haferflocken, Nüsse, haltbare Milch und andere Lebensmittel, die möglichst auch ohne Kühlschrank auskommen
- Dosenöffner und einfaches Essgeschirr
- Taschenlampen und ausreichend Ersatzbatterien
- Batterie-, Solar- oder Kurbelradio, um auch ohne Internet wichtige Informationen empfangen zu können
- Geladene Powerbanks für Handy und andere kleine Geräte
- Warme Kleidung, Wolldecken oder Schlafsäcke, falls die Heizung ausfällt
- Persönlich benötigte Medikamente und eine gut ausgestattete Hausapotheke
- Erste-Hilfe-Material
- Hygieneartikel: Toilettenpapier, Seife, Feuchttücher, Müllbeutel und gegebenenfalls Inkontinenzmaterial
- Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen, da Geldautomaten und Kartenzahlung möglicherweise nicht funktionieren
- Wichtige Telefonnummern auf Papier, beispielsweise von Angehörigen, Nachbarn, Hausarzt, Pflegedienst und Apotheke
- Wichtige Dokumente und medizinische Informationen griffbereit halten
- Ersatzbatterien für Hörgeräte, Ersatzbrille und andere persönliche Hilfsmittel
- Eine geeignete netzunabhängige Kochmöglichkeit, sofern diese sicher und entsprechend den Herstellerangaben betrieben werden kann
Kerzen können ebenfalls hilfreich sein, sollten wegen der Brandgefahr jedoch nur mit besonderer Vorsicht verwendet und niemals unbeaufsichtigt gelassen werden. Taschenlampen sind in vielen Situationen die sicherere Alternative.
Für Seniorinnen und Senioren besonders wichtig
Wer regelmäßig Medikamente benötigt, sollte darauf achten, immer einen ausreichenden Vorrat zu Hause zu haben.
Besondere Vorbereitung ist notwendig, wenn medizinische oder pflegerische Geräte Strom benötigen. Wer beispielsweise auf eine elektrische Sauerstoffversorgung oder andere lebenswichtige elektrische Hilfsmittel angewiesen ist, sollte bereits vorher mit Arzt, Pflegedienst oder Versorger klären, wie die Versorgung bei einem längeren Stromausfall sichergestellt werden kann.
Auch ein kleiner persönlicher Notfallplan kann helfen: Wer schaut nach mir? Nach wem sollte ich schauen? Wo bekomme ich Informationen und Hilfe, wenn Telefon und Internet nicht funktionieren?
Vorsorge soll keine Angst machen
Ein Blackout muss nicht eintreten. Trotzdem ist es sinnvoll, vorbereitet zu sein. Wer Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Licht und wichtige Informationen für einige Tage zur Verfügung hat, kann einer außergewöhnlichen Situation wesentlich ruhiger begegnen.
Vorsorge bedeutet nicht, Angst vor einer Krise zu haben – Vorsorge bedeutet, im Ernstfall zu wissen, was zu tun ist.
Der Seniorenbeirat Schönberg möchte mit seiner geplanten Informationsveranstaltung zum Thema „Blackout“ dazu beitragen, Fragen zu beantworten und praktische Hinweise für den Alltag zu geben.
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