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01.07.2026

Wünsche-, Ideen- und Sorgen-Briefkasten

Ihre Meinung zählt!

Der Seniorenbeirat Schönberg hat ein offenes Ohr für Ihre Wünsche, Ideen und Sorgen. Teilen Sie uns mit, was Sie bewegt und helfen Sie mit, Schönberg noch seniorenfreundlicher zu gestalten.

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Schönberg mit dem Fahrrad entdecken

Das Ostseebad Schönberg und die Probstei lassen sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden. Für Gäste und Einheimische bietet die „Sprottenflotte“ eine moderne und umweltfreundliche Möglichkeit, mobil zu sein und die reizvolle Küstenlandschaft aktiv zu erleben.

Ob entlang der Ostsee, durch die Probsteier Dörfer oder zu den schönen Stränden — zahlreiche gut ausgebaute Radwege laden zu entspannten Touren für jedes Alter ein. Mit den Fahrrädern der „Sprottenflotte“ können Besucherinnen und Besucher flexibel unterwegs sein und die Region ganz individuell entdecken.

Der Seniorenbeirat Schönberg begrüßt dieses nachhaltige Angebot, das Bewegung, Begegnung und umweltfreundliche Mobilität miteinander verbindet. Wir wünschen allen Gästen viel Freude beim Erkunden unseres schönen Ostseebades und der gesamten Probstei!

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> unter > Sicher im Straßenverkehr > Mit Pedelecs & E-Bikes > Die Sprottenflotte


Wenn Einkaufen schwieriger wird

Was die Veränderungen im Einzelhandel für Seniorinnen und Senioren in Schönberg bedeuten

Hinweis zum Titelbild
Das Titelbild ist eine symbolische Darstellung und wurde bewusst als Illustration gestaltet. Der Seniorenbeirat Schönberg hat auf die Verwendung eines Originalfotos aus dem Ortskern verzichtet, um Missverständnisse oder Irritationen bei Anwohnerinnen und Anwohnern, Geschäftsinhaberinnen und Geschäftsinhabern sowie Besucherinnen, Besuchern und Verkehrsteilnehmenden zu vermeiden. Das Bild soll die allgemeine Situation veranschaulichen und steht stellvertretend für die Herausforderungen, die sich durch Veränderungen im Einzelhandel insbesondere für ältere Menschen ergeben.

In den vergangenen Monaten haben einige Geschäfte in Schönberg ihre Türen geschlossen. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist dies bedauerlich – für ältere Menschen können diese Veränderungen jedoch weitreichendere Folgen haben als nur ein kleiner Umweg beim Einkauf.

Der stationäre Einzelhandel steht bundesweit vor großen Herausforderungen. Viele Menschen kaufen heute im Internet ein oder fahren zum Einkaufen in größere Städte wie Kiel. Gleichzeitig halten sich zahlreiche Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund steigender Lebenshaltungskosten mit Ausgaben zurück. Fachleute sprechen von einer sinkenden Kaufkraft und einem veränderten Konsumverhalten. Diese Entwicklung betrifft nicht nur Großstädte, sondern zunehmend auch kleinere Orte wie Schönberg.

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Kiel wird für viele zum Einkaufsziel

Die gute Verkehrsanbindung macht es vielen Menschen leicht, größere Einkäufe in Kiel zu erledigen. Dort locken Einkaufszentren, Fachmärkte und eine größere Auswahl an Geschäften. Für den örtlichen Einzelhandel bedeutet dies jedoch weniger Kundschaft.

Wenn Geschäfte schließen, entstehen Leerstände. Dadurch sinkt wiederum die Attraktivität des Ortskerns. Es entsteht ein Kreislauf, der langfristig die Nahversorgung beeinträchtigen kann.

Für ältere Menschen bedeutet jeder zusätzliche Weg eine Herausforderung

Während jüngere Menschen häufig mit dem Auto fahren oder problemlos längere Wege zurücklegen können, sieht die Situation für viele Seniorinnen und Senioren anders aus.

Viele ältere Menschen

  • sind zu Fuß oder mit dem Rollator unterwegs,
  • verzichten bewusst auf das Autofahren,
  • sind auf Busverbindungen angewiesen,
  • können längere Gehstrecken nur unter Anstrengung bewältigen.

Wenn wichtige Geschäfte schließen, verlängern sich die Wege zum nächsten Geschäft oftmals erheblich. Was für manche nur wenige Minuten mehr bedeutet, kann für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bereits eine echte Belastung sein.

Barrierefreiheit gewinnt jetzt noch mehr an Bedeutung

Gerade weil sich die Einkaufswege verändern, wird eine barrierefreie Gestaltung Schönbergs immer wichtiger.


Die symbolische Darstellung (Pfeil) macht deutlich, wie sich längere Einkaufswege und fehlende Barrierefreiheit auf ältere Menschen auswirken können. Der Seniorenbeirat Schönberg setzt sich dafür ein, dass wichtige Einkaufsbereiche – beispielsweise zwischen PENNY und REWE – durch sichere, barrierefreie Fußgängerquerungen (z. B. Zebrastreifen oder andere geeignete Querungshilfen) besser miteinander verbunden werden. So können insbesondere Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ihre Einkäufe sicher und selbstständig erledigen.

Der Seniorenbeirat weist seit längerer Zeit darauf hin, dass unter anderem folgende Verbesserungen notwendig sind:

  • gut begehbare und ebene Gehwege,
  • ausreichend abgesenkte Bordsteine,
  • sichere Straßenquerungen,
  • genügend Sitzbänke zum Ausruhen,
  • gut erreichbare Behindertenparkplätze,
  • eine übersichtliche Beschilderung,
  • ausreichend Beleuchtung sowie
  • barrierefreie Zugänge zu Geschäften und öffentlichen Einrichtungen.

Viele dieser Punkte sind bereits Bestandteil der Planungen zum Barrierefreiheitskonzept der Gemeinde. Nun kommt es darauf an, die geplanten Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen.

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Was ältere Menschen jetzt beachten können

Auch wenn sich die Situation nicht von heute auf morgen ändern lässt, können einige Hinweise den Alltag erleichtern:

  • Einkäufe möglichst planen und mehrere Besorgungen miteinander verbinden.
  • Fahrgemeinschaften mit Familie, Nachbarn oder Freunden bilden.
  • Lieferdienste örtlicher Geschäfte nutzen, sofern diese angeboten werden.
  • Busverbindungen für Fahrten nach Kiel oder in benachbarte Orte prüfen.
  • Bei längeren Wegen ausreichend Zeit einplanen und vorhandene Sitzgelegenheiten nutzen.
  • Angehörige oder Nachbarn frühzeitig um Unterstützung bitten, wenn Einkäufe beschwerlich werden.

Nahversorgung ist Lebensqualität

Lebendige Ortskerne entstehen nicht von allein. Jeder Einkauf vor Ort trägt dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern und die Versorgung in Schönberg zu erhalten.

Der Seniorenbeirat möchte deshalb alle Bürgerinnen und Bürger ermutigen, die örtlichen Geschäfte nach Möglichkeit weiterhin zu nutzen. Jede Kundin und jeder Kunde hilft mit, dass Schönberg auch künftig ein attraktiver Einkaufsort bleibt.

Unser Anliegen als Seniorenbeirat

Die aktuellen Veränderungen zeigen deutlich, wie wichtig eine seniorengerechte Ortsentwicklung ist.

Der Seniorenbeirat Schönberg wird sich auch künftig dafür einsetzen,

  • dass Barrieren im öffentlichen Raum konsequent abgebaut werden,
  • dass sichere und kurze Wege für ältere Menschen geschaffen werden,
  • dass die Nahversorgung erhalten bleibt,
  • dass Sitzmöglichkeiten und sichere Querungen ausgebaut werden und
  • dass die Belange älterer Menschen bei allen zukünftigen Planungen frühzeitig berücksichtigt werden.

Denn Mobilität bedeutet Selbstständigkeit – und Selbstständigkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Leben im Alter.

Unser Fazit:

Die Veränderungen im Einzelhandel lassen sich nicht vollständig aufhalten. Umso wichtiger ist es, Schönberg so zu gestalten, dass ältere Menschen trotz längerer Wege sicher, selbstständig und möglichst barrierefrei am öffentlichen Leben teilnehmen können. Dies bleibt eine zentrale Aufgabe für Politik, Verwaltung und den Seniorenbeirat gleichermaßen.

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📌 Was wir als Seniorenbeirat Schönberg jetzt fordern

Die Veränderungen im Einzelhandel lassen sich nicht vollständig verhindern. Umso wichtiger ist es, dass sich Schönberg auf die Bedürfnisse einer älter werdenden Bevölkerung einstellt. Der Seniorenbeirat setzt sich deshalb für folgende Maßnahmen ein:

1. Nahversorgung erhalten

Die Gemeinde sollte gemeinsam mit Gewerbetreibenden, Vermietern und der Wirtschaftsförderung nach Möglichkeiten suchen, Leerstände möglichst schnell wieder zu beleben und die wohnortnahe Versorgung zu sichern.

2. Barrierefreie Gehwege schaffen

Unebene Gehwege, hohe Bordsteine und Stolperstellen müssen nach und nach beseitigt werden. Sichere Wege sind die Voraussetzung dafür, dass ältere Menschen selbstständig einkaufen können.

3. Mehr Sitzbänke im Ortskern

Wer nur kurze Strecken gehen kann, benötigt regelmäßige Ruhemöglichkeiten. Zusätzliche Sitzbänke an wichtigen Einkaufswegen erhöhen die Lebensqualität erheblich.

4. Sichere Straßenquerungen verbessern

Fußgängerüberwege, Mittelinseln und ausreichend lange Ampelphasen helfen besonders älteren Menschen, Straßen sicher zu überqueren.

5. Behindertenparkplätze und Kurzzeitparkplätze erweitern

Einkaufsmöglichkeiten müssen auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gut erreichbar bleiben. Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Geschäfte sind hierfür unverzichtbar.

6. Gute Busverbindungen sichern

Nicht alle Seniorinnen und Senioren besitzen ein Auto. Deshalb müssen Einkaufsmöglichkeiten auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zuverlässig erreichbar sein.

7. Digitale Angebote verständlich gestalten

Immer mehr Dienstleistungen werden digital angeboten. Wo dies geschieht, müssen persönliche Ansprechpartner erhalten bleiben. Niemand darf ausgeschlossen werden, weil er kein Smartphone oder keinen Computer nutzt.

8. Barrierefreie Geschäfte fördern

Ebenerdige Eingänge, automatische Türen, ausreichend breite Gänge und gut lesbare Beschilderungen sollten selbstverständlich werden. Barrierefreiheit kommt allen Generationen zugute.

9. Ortsentwicklung gemeinsam planen

Bei zukünftigen Bau- und Verkehrsprojekten sollten die Interessen älterer Menschen frühzeitig berücksichtigt werden. Der Seniorenbeirat bietet seine Mitarbeit und seine Erfahrungen ausdrücklich an.

10. Den Ortskern lebendig erhalten

Ein attraktiver Ortskern lebt von seinen Geschäften, Cafés, Dienstleistern und Begegnungsmöglichkeiten. Jeder Einkauf vor Ort stärkt den Einzelhandel und trägt dazu bei, dass Schönberg auch in Zukunft ein lebenswerter Wohn- und Urlaubsort bleibt.


Unser Appell

Eine seniorenfreundliche Gemeinde entsteht nicht von allein. Sie braucht sichere Wege, erreichbare Geschäfte und eine Ortsentwicklung, die die Bedürfnisse älterer Menschen von Anfang an mitdenkt.

Der Seniorenbeirat Schönberg wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass Mobilität, Barrierefreiheit und eine gute Nahversorgung fester Bestandteil der kommunalen Entwicklung bleiben – zum Nutzen aller Generationen.


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