
Hinweis des Seniorenbeirates Schönberg:
Das verwendete Bild dient ausschließlich der Illustration des Themas Verkehrssicherheit in verkehrsberuhigten Bereichen. Es handelt sich nicht um eine Aufnahme der Lampschen Koppel in Schönberg. Der Seniorenbeirat hat bewusst auf die Verwendung eines Originalfotos verzichtet, um Missverständnisse oder Irritationen bei Anwohnerinnen, Anwohnern und Verkehrsteilnehmern zu vermeiden.
Seniorenbeirat Schönberg unterstützt verstärkte Verkehrsüberwachung in der Lampschen Koppel
Der Seniorenbeirat des Ostseebades Schönberg begrüßt die Entscheidung, in der Lampschen Koppel künftig verstärkt gegen Geschwindigkeitsüberschreitungen vorzugehen und Verkehrssünder konsequent zur Verantwortung zu ziehen.
Die Lampsche Koppel ist als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Hier gilt Schrittgeschwindigkeit. Messungen haben jedoch gezeigt, dass diese vorgeschriebene Geschwindigkeit von vielen Fahrzeugführern regelmäßig deutlich überschritten wird. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene bauliche Maßnahmen geprüft oder umgesetzt, um die Situation zu verbessern. Poller, Fahrbahnverschwenkungen, Ausbuchtungen und Bepflanzungen konnten jedoch keinen dauerhaften Erfolg bringen.
Aus Sicht des Seniorenbeirates ist daher der Schritt nachvollziehbar, nun verstärkt auf Kontrollen und Sanktionen zu setzen.
Gerade ältere Menschen leiden unter der aktuellen Verkehrssituation. Viele Seniorinnen und Senioren fühlen sich in der Lampschen Koppel unsicher und meiden diesen Straßenabschnitt inzwischen ganz. Dabei sollte ein verkehrsberuhigter Bereich eigentlich ein Ort sein, an dem Fußgängerinnen und Fußgänger, Kinder sowie ältere Menschen sicher unterwegs sein können.
Besonders problematisch ist, dass sich die Verkehrsbelastung nicht nur auf die Lampsche Koppel beschränkt. Auch in den angrenzenden Straßen hat das Verkehrsaufkommen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Immer wieder erreichen den Seniorenbeirat Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern, die sich über zu schnelles Fahren und rücksichtsloses Parken beschweren.
Ein besonderes Ärgernis stellt dabei die Harderkoppel dar. Obwohl dort Tempo 30 gilt, wird nach Beobachtungen vieler Anwohner häufig schneller gefahren. Gleichzeitig sorgen parkende Fahrzeuge entlang der Straße für unübersichtliche Verkehrssituationen. Da die Harderkoppel als wichtige Durchgangsstraße zu weiteren Wohngebieten genutzt wird, entstehen immer wieder gefährliche Situationen für Fußgängerinnen und Fußgänger.
Für ältere Menschen bedeutet dies oft eine erhebliche Einschränkung ihrer Mobilität. Wer unsicher auf den Beinen ist, einen Rollator nutzt oder in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist, empfindet zu schnelles Fahren und unübersichtliche Straßenverhältnisse als besondere Belastung.
Der Seniorenbeirat setzt sich deshalb weiterhin für sichere Straßen, gut nutzbare Gehwege und eine rücksichtsvolle Verkehrskultur in Schönberg ein. Verkehrsberuhigte Bereiche und Tempo-30-Zonen müssen ihren Namen auch verdienen. Die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer darf nicht hinter den Interessen eiliger Autofahrer zurückstehen.
Wir hoffen, dass die angekündigten Maßnahmen dazu beitragen, die Situation in der Lampschen Koppel und den angrenzenden Straßen nachhaltig zu verbessern und die Wohnqualität für alle Bürgerinnen und Bürger – insbesondere für ältere Menschen – zu erhöhen.
Persönliche Beobachtungen zur Verkehrssituation in der Lampschen Koppel
Als Mitglied des Seniorenbeirates und Webmaster unserer Homepage gehe ich fast täglich meine rund fünf Kilometer lange Strecke durch Schönberg. Dabei führt mein Weg regelmäßig durch die Lampsche Koppel.
Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass sich dort nach meiner Beobachtung kaum ein Autofahrer an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit hält. Viele Fahrzeuge fahren deutlich schneller, obwohl die Straße als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen ist. Diese Situation empfinde ich nicht nur für mich als Senior als gefährlich, sondern auch für andere Fußgängerinnen und Fußgänger.
Besonders besorgniserregend ist, dass es immer wieder zu Situationen kommt, in denen Verkehrsteilnehmer wenig Verständnis für die Rechte von Fußgängern zeigen. So wurde ich bereits angehupt und aufgefordert, die Fahrbahn zu verlassen oder andere Wege zu benutzen. Dabei gehört die Straße im verkehrsberuhigten Bereich allen Verkehrsteilnehmern, und Fußgänger haben dort besondere Rechte.
Noch wichtiger ist jedoch der Schutz unserer Kinder. Kinder müssen in einem verkehrsberuhigten Bereich spielen können, ohne durch zu schnell fahrende Fahrzeuge gefährdet zu werden. Umso bedenklicher ist es, wenn Autofahrer sogar verlangen, dass Kinder die Straße verlassen und stattdessen auf einen Spielplatz gehen sollen. Ein Fahrer rief einmal verärgert: „Geht auf den Spielplatz!“
Ein verkehrsberuhigter Bereich ist jedoch bewusst so gestaltet, dass sich Menschen dort sicher bewegen und Kinder auch spielen dürfen. Wer dort mit dem Auto unterwegs ist, muss seine Fahrweise entsprechend anpassen und besondere Rücksicht nehmen.
Aus diesen Gründen begrüße ich die angekündigten Maßnahmen zur stärkeren Überwachung der Geschwindigkeit ausdrücklich. Sie dienen nicht dazu, Autofahrer zu schikanieren, sondern sollen die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer schützen und die Lebensqualität in diesem Wohngebiet verbessern.
Roland Dürre
Mitglied des Seniorenbeirates Schönberg
Webmaster der Homepage des Seniorenbeirates
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